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www.Hannover-Oststadt.de - die Stadtteilzeitung der Oststadt im Internet - stellt in lockerer Folge aktive Einrichtungen und Gruppen im Stadtteil Oststadt vor, die auch zum Mitmachen einladen – heute die traditionsreiche und höchst lebendige „Plakatgruppe“, die sich im Raschplatz-Pavillon trifft:
Die Plakatgruppe
. . . ist eine der ältesten Arbeitsgruppen, die im hannoverschen Kultur- und Kommunikationszentrum Raschplatz-Pavillon ihren Platz haben. Es gibt sie fast so lange wie den Pavillon, der im Oktober 2007 seinen 30sten Gebutstag feierte.

1977 machte der Grafiker und Aktionskünstler Manfred Spies Schlagzeilen, als er in der Düsseldorfer Innenstadt Plakatwände anmietete und mit eigenen „Denk-Anschlägen“ beklebte. Die Plakatwände erregten mit griffigen Slogans („Wir fordern die Todesstrafe für alle, die die Todesstrafe fordern.“) die Öffentlichkeit – und gaben einen Anstoß für die Bildung der Plakatgruppe in Hannover.

In der aktivsten Zeit der Plakatgruppe Anfang der 80er Jahre wurden zeitweise bis zu 3 Plakatwände an wechselnden Standorten gleichzeitig gestaltet. Anfang 1986 musste die längerfristig gemietete Wand in der Joachimstraße dem Bau der „Galerie Luise“ weichen, so dass heute nur noch die Wand am Pavillon für „Anschläge“ zur Verfügung steht.

Im Laufe der Jahre ist die Plakatgruppe kleiner geworden. Arbeiteten in den Anfangsjahren kurzzeitig schon mal 25 Leute mit, so sind heute nur noch 2 Frauen übrig geblieben. Diese stießen allerdings bereits 1987 zu der Gruppe. Seit 2001 gibt es eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Friedensgruppe Nordstadt.

Das Anliegen

. . . der Gruppe blieb über die Jahre unverändert: „Die Plakatgruppe ermöglicht es uns, abseits der üblichen Wege mit Ideen und Problemen an die Öffentlichkleit zu gelangen“ hieß es in einem „Leitfaden“ der Plakatgruppe von Anfang der 80er Jahre.

Auch heute nutzen sie die Plakatwand, um ihre Meinung zu verschiedensten Themen zu veröffentlichen, zum Nachdenken anzuregen, auf spannende Projekte des Pavillons aufmerksam zu machen oder einfach, um etwas mehr Farbe in die Oststadt zu bringen (wie z.B. mit unseren bunten „Sommerplakaten“). Immer steht das Vergnügen an der Arbeit mit Kopf und Hand im Vordergrund und nicht die technische Perfektion.

Wie zu Zeiten der Gründung sind sie auch heute noch eine offene Gruppe und freut sich über Interesse, Rückmeldungen, Anregungen und neue Mitmacherinnen und Mitmacher.

Ganz aktuell gibt es einen Postkarten-Kalender für 2008 mit Fotos von Pavillon-Plakaten der letzten Jahre. Der Kalender ist im Pavillon oder über die Gruppe für 5,00 € erhältlich (ein nettes kleines Geschenk!).

Die Plakatgruppe trifft sich dienstags an unterschiedlichen Orten (zum Malen natürlich im Pavillon).

Kontakt: Hilde Ohmstedt T. 45001109 und Hannelore Borchers T. 320009 (tagsüber) - und Hannemie Süllow T. 703246 (Friedensgruppe Nordstadt)