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Landeshauptstadt Hannover - 18.62.01- Datum 05.01.2009

NIEDERSCHRIFT

23. Sitzung des Stadtbezirksrates Mitte am Montag, 15. Dezember 2008,
Rathaus, Hodlersaal

Beginn 19.00 Uhr
Ende 22.45 Uhr
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Anwesend:

(verhindert waren)

Bezirksbürgermeister Folta (SPD)
Bezirksratsherr Nebendahl (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Bezirksratsherr Albrecht (CDU) 19.05 - 22.45 Uhr
Bezirksratsfrau Beimes (DIE LINKE.) 19.00 - 22.40 Uhr
(Bezirksratsfrau Dr. Clausen-Muradian) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Bezirksratsfrau Eick (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Bezirksratsherr Engelke (FDP) 19.00 - 22.15 Uhr
Bezirksratsherr Gerberding (SPD)
Bezirksratsherr Dr. Hahn (CDU)
Bezirksratsherr Haude (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Bezirksratsfrau Holz (CDU)
Bezirksratsfrau Konopinska (CDU)
Bezirksratsherr Lips (SPD)
(Bezirksratsfrau Mc Court) (FDP)
Bezirksratsherr Müller (SPD)
Bezirksratsfrau Palma-Ricardo (SPD)
(Bezirksratsherr Prokisch) (CDU)
Bezirksratsherr Dipl.-jur. Sandow (SPD)
Bezirksratsherr Sill (SPD)

Beratende Mitglieder:
(Ratsfrau Barth) (CDU)
(Ratsherr Degenhardt) (SPD)
(Ratsfrau Kuznik) (SPD)
(Ratsherr Dr. Tilsen) (FDP)
(Ratsfrau Westphely) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Gäste:
Polizeidirektor Herr Gösmann PI Mitte zu TOP 3
Herr Teuber Mecki-Laden zu TOP 3

Verwaltung:
Frau Göttler FB Steuerung, Personal und Zentrale Dienste
Frau Fenske FB Steuerung, Personal und Zentrale Dienste
Herr Zunft FB Planen und Stadtentwicklung
Frau Yilmaz FB Steuerung, Personal und Zentrale Dienste

Presse:
Herr Altwig Neue Presse
Herr Fischer Asphalt
Herr Schinkel Stadt-Anzeiger HAZ/NP
Herr von Meding HAZ

Tagesordnung:

I. Ö F F E N T L I C H E R T E I L

1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung

2. EINWOHNER- und EINWOHNERINNENFRAGESTUNDE

8.3.10. Calenberger Esplanade
(Drucks. Nr. 15-2883/2008)

3. A N H Ö R U N G gem. § 35 der Geschäftsordnung des Rates zum THEMA: Obdachlose im Bereich des Raschplatzes / ZOB
Eingeladen sind: Vertreter der Polizeiinspektion Mitte, Kontaktladen Mecki; Zentrale Beratungsstelle Hannover


4. A N H Ö R U N G E N

4.1. Bebauungsplan Nr. 1293, 2. Änderung - Andreas-Hermes-Platz,
Bebauungsplan der Innenentwicklung;
Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, Aufstellungsbeschluss

(Drucks. Nr. 2465/2008 mit 4 Anlagen)

4.2. Bebauungsplan Nr. 352, 2. Änderung - Große Packhofstraße,
Bebauungsplan der Innenentwicklung;
Erneuter Aufstellungsbeschluss und Auslegungsbeschluss

(Drucks. Nr. 2893/2008 mit 3 Anlagen)

5. Bericht der Stadtbezirksmanagerin

6. EIGENE MITTEL des Stadtbezirksrates

6.1. Anträge der CDU-Fraktion

6.1.1. Zuwendung an die Ganztagsgrundschule Kestnerstraße
(Drucks. Nr. 15-2886/2008)

6.1.2. Zuwendung an das UJZ-Glocksee e.V.
(Drucks. Nr. 15-2887/2008)

6.2. Anträge der SPD-Fraktion und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

6.2.1. Neujahrsempfang und Bürgerpreisverleihung 2009
(Drucks. Nr. 15-2492/2008)



6.2.2. Zuwendung Oncofée
(Drucks. Nr. 15-2825/2008)

6.2.3. Zuwendung workshop hannover e.V.
(Drucks. Nr. 15-2826/2008)

6.2.4. Zuwendung UJZ Glocksee e.V.
(Drucks. Nr. 15-2829/2008)

6.2.5. Zuwendung SSC Adlerhorst
(Drucks. Nr. 15-2830/2008)

6.2.6. Zuwendung Markuskirchengemeinde
(Drucks. Nr. 15-2832/2008)

6.2.7. Zuwendung Rasselbande e.V.
(Drucks. Nr. 15-2867/2008)

7. A N T R Ä G E

7.1. der CDU-Fraktion

7.1.1. Einrichtung eines Fahrradhäuschens im Bereich der Holscherstraße
(Drucks. Nr. 15-2285/2008)

7.2. der SPD-Fraktion

7.2.1. Baumabbgrenzung Glockseestraße
(Drucks. Nr. 15-2824/2008)

7.3. der SPD-Fraktion und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

7.3.1. Fußgängerüberwege Operndreieck
(Drucks. Nr. 15-2241/2008)

7.3.1.1. Fußgängerüberwege Operndreieck
(Drucks. Nr. 15-2241/2008 E1)

7.3.2. Anhörung City GmbH
(Drucks. Nr. 15-2833/2008)

7.3.3. Spielplatz Rosmarinhof
(Drucks. Nr. 15-2834/2008)

7.4. der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

7.4.1. Ampelanlage Friederikenplatz
(Drucks. Nr. 15-2868/2008)

7.4.2. Radweg Celler Straße
(Drucks. Nr. 15-2869/2008)



7.4.3. Ampelschaltungen für FußgängerInnen optimieren
(Drucks. Nr. 15-2870/2008)

7.4.4. Weghinweise Eilenriede
(Drucks. Nr. 15-2871/2008)

7.4.4.1. Weghinweise Eilenriede
(Drucks. Nr. 15-2871/2008 N1)

8. A N F R A G E N

8.1. der SPD-Fraktion

8.1.1. Boulebahn auf dem Ballhofplatz
(Drucks. Nr. 15-2822/2008)

8.1.2. Baumaßnahme Leinerandweg und Schulhof Goetheplatz
(Drucks. Nr. 15-2823/2008)

8.2. der CDU-Fraktion

8.2.1. Ententeich und andere Gewässer in der Eilenriede
(Drucks. Nr. 15-2884/2008)

8.2.2. Unfallschwerpunkt Klagesmarktkreisel
(Drucks. Nr. 15-2885/2008)

8.3. der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

8.3.1. Verkehrssituation Ernst-August-Galerie
(Drucks. Nr. 15-2872/2008)

8.3.2. Gleisrillen Thielenplatz und Steintor
(Drucks. Nr. 15-2875/2008)

8.3.3. Spielplatz Fundstraße
(Drucks. Nr. 15-2876/2008)

8.3.4. Schutzstreifen für den Radverkehr in der Osterstraße
(Drucks. Nr. 15-2877/2008)

8.3.5. Reinigungsintervalle bei starkem Laubfall
(Drucks. Nr. 15-2878/2008)

8.3.6. Parksituation Osterstraße
(Drucks. Nr. 15-2879/2008)

8.3.7. Müllprobleme im Diskothekenumfeld
(Drucks. Nr. 15-2880/2008)

8.3.8. Auslastung der Fahrradbügel in der Osterstraße
(Drucks. Nr. 15-2881/2008)


8.3.9. Überweg Clausewitzstraße
(Drucks. Nr. 15-2882/2008)

9. M I T T E I L U N G E N

10. Informationen über Bauvorhaben

11. Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung am 10.11.2008 - öffentlicher Teil -

II. N I C H T Ö F F E N T L I C H E R T E I L





I. Ö F F E N T L I C H E R T E I L

TOP 1.
Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung
Bezirksbürgermeister Folta eröffnete die Sitzung und stellte die ordnungsgemäße Einberufung und Beschlussfähigkeit fest. Es wurden folgende Veränderungen zur Tagesordnung festgelegt:
Der Tagesordnungspunkt 6.2.2. wurde zurückgezogen und der Tagesordnungspunkt 8.3.10. wird nach der Einwohnerfragestunde behandelt.
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wird Tagesordnungspunkt 13.1 von der Verwaltung abgesetzt und der Tagesordnungspunkt 14 entfällt.
Bezirksratsherr Gerberding zog die Drucksache zu Tagesordnungspunkt 4.2. zwecks weiterer Beratung in die Fraktion. Bezirksratsherr Haude wies darauf hin, dass nur ein Teil der Antworten auf die Anfragen mündlich gegeben werden sollen. Die Anfragen zu den Tagesordnungspunkten 8.3.2., 8.3.4., 8.3.5., 8.3.6. sowie 8.3.8. können schriftlich beantwortet werden.
Der so geänderten Tagesordnung wurde einstimmig zugestimmt.


TOP 2.
EINWOHNER- und EINWOHNERINNENFRAGESTUNDE
Die Einwohner- und Einwohnerinnenfragestunde wurde von 19.05 Uhr bis 19.30 Uhr durchgeführt.
Es wurden folgende Themen angesprochen:
-
Ein Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs bemerkte zum Radweg an der Celler Straße, dass seit langem Vorschläge an die Verwaltung gerichtet worden seien, um den unattraktiven Engpass zu beseitigen. Zwischen der Bahnunterführung Nikolaistraße und Hamburger Alle bestünden beidseitig so genannte Balkonradwege, die sehr eng seien und bei der Nutzung des Fußweges durch Fußgänger mit Kinderwagen, müssten die Radfahrer absteigen um niemanden zu gefährden.
Außerdem stelle sich die Querung der Veloroute über die Clausewitzstraße als äußerst problematisch dar. Sinnvolle Maßnahmen seien eine markierte Fuhrt aus westlicher Richtung sowie die Installierung einer so genannten Dunkelampel. Diese Ampeln seien im Normalfall ausgeschaltet, im Falle der Benutzung werde diese dann eingeschaltet und die Radfahrer und Fußgänger erhielten grün.

- Ein Bürger wies im Zusammenhang mit den derzeitigen Abgrabungen an der Ihme auf ein Buch zur Sicherheit bei Hochwasser hin und zitierte aus diesem Buch.

- Ein Vertreter der Geschäftsleute der Calenberger Esplanade sowie des Vereins Wirtschaftsleben Calenberger Neustadt vor.
Auf der Tagesordnung stünde die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Calenberger Esplanade und das Anliegen, dass die Verwaltung die Situation in der Esplanade beobachten solle, werde durch die Anwesenheit der Geschäftsleute unterstützt.
Nachfolgend gab der Sprecher eine Stellungnahme aus Sicht der Geschäftsleute der Calenberger Esplanade ab:
Der Erbauer der Esplanade sei die Nileg gewesen und die Nileg habe vor einigen Jahren an die Cinderella Proberty verkauft. Die Verwaltung des Komplexes betreibe die Strabag. Die Mieter hätten durch diese Verhältnisse nur einen indirekten Kontakt zum Vermieter.
In der Calenberger Esplanade gebe es 18 Ladenlokale, von denen vier nicht vermietet seien. Drei der Lokale stünden von Anfang an leer.
Es werde ein sehr hoher Mietzins verlangt, so dass die Neuvermietung der Lokale sich als schwierig darstelle.
Positiv sei hingegen der Ausbau des Gesundheitsbereiches in der Calenberger Esplanade. Auch die Vermietungslage für Büroräume werde positiv bewertet, führte der Vertreter der Geschäftsleute aus. Mit dem Auszug des Frequenzbringers Wurst-Bazar und weiteren Abgängern wie ein Gemüsegeschäft und der Kiosk werde befürchtet, dass sich die Lage in der Esplanade und dadurch auch die Nahversorgung für die Calenberger Neustadt verschlechtere.

TOP 8.3.10.
Calenberger Esplanade
(Drucks. Nr. 15-2883/2008)
Die Nahversorgung für die BewohnerInnen in der Calenberger Neustadt ist durch die Geschäfte in der Esplanade (Lebensmittel-Discounter, Bäcker, Apotheke, Ärzte) gesichert. Der Fleischer „Wurst-Basar“ und ein griechischer Stand haben jedoch vor kurzem ihr Geschäft geschlossen, der Bäcker wird demnächst folgen. Einige Ladenlokale stehen zudem seit Jahren leer. Da eine Mieterhöhung (dann 14 Euro/qm) angekündigt wurde, beabsichtigen Berichten aus dem Stadtteil zufolge weitere Geschäfts-InhaberInnen,
ihre Läden in der Esplanade zu schließen.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Sind der Verwaltung die Entwicklungen in der Esplanade bekannt und wie bewertet sie diese gerade unter dem Gesichtspunkt des Erhalts der Nahversorgung im Stadtteil?
2. Welche Möglichkeiten hat die Verwaltung, auf diese Prozesse gestaltend Einfluss zu nehmen?

Herr Zunft beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Zu Frage 1:
Dieser zurzeit stattfindende Umstrukturierungsprozess innerhalb der gewerblichen Mieterschaft ist offenkundig und auch der Verwaltung bekannt. Unter dem Aspekt von ausgewogenen Nahversorgungsbereichen in der Calenberger Neustadt kann diese Entwicklung nur negativ bewertet werden.
Wobei eine endgültige Bewertung im Grundsatz erst vorgenommen werden kann, wenn eine Neuvermietung der Ladengeschäfte erfolgt ist.

Zu Frage 2:
Von Seiten der Stadt gibt es keine Möglichkeiten, in diese Prozesse steuernd einzugreifen.
Die Rahmenbedingungen von privaten Mietverträgen (wie z.B. Miethöhe und Branchenmix) sind von der Stadt nicht zu beeinflussen.

Bezirksratsherr Haude erläuterte dass die Eigentümerverhältnisse bei Anfragestellung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nicht geläufig gewesen seien. Hintergrund der Anfrage sei, dass die Verwaltung eventuell moderierend tätig sein könne und ggfs. Kontakt mit dem Eigentümer aufnehmen könne.

Bezirksratsherr Dr. Hahn fragte, ob und in welchem Umfang die Stadt mit dem Eigentümer über die Verhältnisse diskutiere und wie sich die Verwaltung das weitere Vorgehen vorstelle.
Herr Zunft antwortete, dass die Eigentümerverhältnisse bei großen Immobilien, wie Herr Firsching sie geschildert habe, absolut im Trend seien. Die maßgeblichen Akteure säßen meistens nicht in der Stadt. Eine Moderation könne versucht werden, aber die Erfahrungen zeigen, dass in solchen Situationen keine rechtliche Möglichkeit gegeben sei. Trotzdem werde ei entsprechender Hinweis an die Wirtschaftsförderung weitergegeben.

Bezirksratsfrau Eick meinte, dass eventuell eine Vergrößerung des Supermarktes geplant sei. Herr Zunft sagte, dass seitens des Investors bislang kein Kontakt mit der Verwaltung aufgenommen worden sei.

Bezirksratsherr Sandow fragte, ob seitens der Stadt überlegt worden sei, die städtischen Immobilien oder Immobilien, die durch dritte Gesellschaften unter städtischen Einfluss stehen, in Zukunft nicht an solche ausländischen größeren Konzerne zu veräußern.

Herr Zunft bemerkte, dass mit dieser Frage die Sphäre des Stadtbezirksrates Mitte verlassen werde. Dies sei eine Sache, die im Rat besprochen werden müsse.

Bezirksratsfrau Konopinska bestätigte die Aussage von Bezirksratsfrau Eick und meinte, dass eine Vergrößerung des Supermarktes im Bereich des Kiosks erfolgen solle. Außerdem gebe der Bäcker auf und das Solarium werde den Mietvertrag aus Kostengründen nicht verlängern. Ihr (Sprecherin) sei zu Ohren gekommen, dass Markenläden bzw. Einzelläden in die Espanade einziehen sollen.
Es werde angeregt, dass ähnlich wie im Ihmezentrum dem Eigentümer ein Berater zur Seite gestellt werde.
Herr Zunft wiederholte, dass die Angelegenheit der Wirtschaftsförderung zur Kenntnis gegeben werde. Ein Berater sei nur sinnvoll, wenn der Eigentümer sich beraten lassen wolle.

TOP 3.
A N H Ö R U N G gem. § 35 der Geschäftsordnung des Rates zum THEMA: Obdachlose im Bereich des Raschplatzes / ZOB
Eingeladen sind: Vertreter der Polizeiinspektion Mitte, Kontaktladen Mecki; Zentrale Beratungsstelle Hannover

Bezirksbürgermeister Folta begrüßte Herrn Gösmann, den Leiter der PI-Mitte und Herrn Teuber vom Kontaktladen Mecki.
Herr Gösmann schilderte, dass die polizeiliche Bewertung des ZOBs, bzw. des Bereiches Sitzgelegenheiten in der Nähe der ZOB-Toiletten und der unmittelbar angrenzenden Grünflächen so aussehe, dass dieser Bereich im Zuständigkeitsbereich der PI-Mitte ein deutlicher Brennpunkt sei. In diesem Bereich sei die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich gefährdet, da es dort zu Verhaltensweisen komme, die eine Soziale Verwahrlosung darstellen. Außerdem komme es in diesem Bereich in nicht unerheblichen Maß zu Straftaten.
In der Zeit vom 01.01.2008 bis 30.11.2008 seien dort 9 Raubdelikte, 18 Fälle von Gefährlicher Körperverletzung sowie 30 Einfache Körperverletzungen, 4 Fälle von Bedrohungen und 3 Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, 13 Beleidigungen, 3 Sachbeschädigungen und 15 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert worden. Die Personenansammlungen umfassten ca. 8-10 Personen, bei guter Witterungslage im Sommer ca. 15-20 Personen. Dieses seien oft Menschen ohne festen Wohnsitz und Alkohol spiele eine große Rolle. Zum Teil sei die Personenanzahl noch dadurch angewachsen, dass sich die Szene im Bereich des Kaufhofs dort nicht mehr aufhalte und sich in den Bereich des ZOB verlagert habe, meinte Herr Gösmann.
Die Polizei habe auf die Entwicklung am ZOB durch entsprechende Maßnahmen reagiert. So seien im gleichen Zeitraum 459 zielgerichtete Kontrollen durchgeführt worden. Es habe 139 Platzverweisungen und 48 in Verwahrnehmungen gegeben. Gründe hierfür seien Schutz der eigenen Person auf Grund von Hilflosigkeit sowie die Durchsetzung von Platzverweisen. 37 Mal seien dort Haftbefehle vollstreckt worden und 20 Aufenthaltsermittlungen durchgeführt worden. Außerdem sei 30 Mal zum Mittel der Ordnungswidrigkeitenanzeige gegriffen worden. Hier sei meistens die Belästigung der Allgemeinheit (Öffentliches Urinieren, Anpöbeln von Passanten) als Ursache zu nennen.
Auch seien Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstoßes gegen die Stadtsatzung auf Grund von Lagern und Übernachten geschrieben worden. Dies sei dann der Fall, wenn die Betroffenen einem Platzverweis nicht nachkommen und Vorort verbleiben.
Herr Gösmann führte aus, dass das Einschreiten der Mitarbeiter der PI-Mitte folgerichtig und konsequent sei und dem Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung diene. Es werde dort verhältnismäßig und mit Augenmaß vorgegangen, dies könne man auch der letzten Asphalt-Zeitung entnehmen.

Herr Teuber erläuterte, dass der Gesetzgeber der Diakonie die Betreuung der Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten aufgetragen habe. Ein Teil dieser Personen seien Wohnungslose. Im Moment stelle sich das Problem dar, dass die Innenstadt keinen Raum mehr für bestimmte Personengruppen zulasse. Im hinteren Bereich des Bahnhofs sammle sich daher derzeit alles, was im Stadtgebiet keinen Platz mehr finde. Im Bereich des ZOBs treffen sich derzeit nicht nur Obdachlose, sondern auch andere Randgruppen.
Die Ausgrenzung führe nicht dazu, dass die Personengruppen ihr Verhalten ändern, sondern verstärke bestimmte Verhaltensweisen und Schwierigkeiten. Toleranz bedeute, Dinge, die eigentlich nicht gewollt werden, hinzunehmen und einen bestimmten Zweck zu erreichen. Das polizeiliche Vorgehen werde nicht kritisiert, sondern es werde nur appelliert, diesen Menschen einen Platz in der Gesellschaft einzuräumen. Hannover habe sich bisher als tolerante Stadt gezeigt, die der Verdrängung von Randgruppen Hilfemöglichkeiten entgegen gesetzt habe.

Ein Bußgeld für das Schlafen auf einer Bank um 3.00 Uhr nachts zu verhängen, werde nicht ganz als verhältnismäßig erachtet und daher werde hier auch um polizeiliches Augenmaß gebeten, sagte Herr Teuber.

Bezirksratsherr Haude fragte, ob sich die aufgeführten Straftaten im Bereich des ZOBs auch auf die Gruppen der Obdachlosen beziehen. Grundsätzlich seien hier eher die Streetworker als polizeiliche Eingriffe gefordert. Es sei wenig sozial, Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, mit Bußgeldern zu belegen.
Herr Gösmann stimmte zu, dass die Problematik in diesem Bereich mit polizeilichen Mitteln nicht gelöst werden könne. Wenn Streetworker mit der entsprechenden Problemlösungskompetenz kämen und die Polizei sich aus diesem Bereich zurückziehen könne, werde das aus Sicht der Polizei nur begrüßt.
Die Strafdelikte am ZOB seien zum Teil innerhalb der Gruppe passiert. Der Bereich werde sehr oft von Leuten frequentiert, die von dort nach Hause in die Region fahren.
Das Fertigen von Ordnungswidrigkeitenanzeigen werde nicht als unverhältnismäßig betrachtet. Die geltende Stadtsatzung untersage bestimmte Dinge. Wenn diese Dinge zugelassen werden sollen, müsse die Stadtsatzung geändert werden.
Bezirksratsherr Gerberding stellte die Frage, ob EU-Bürger, die obdachlos seien, einen Antrag auf Freizügigkeit stellen können und in einer Unterkunft untergebracht werden.
Die eigentliche Fragestellung sei, warum Obdachlose am ZOB Bußgelder wegen Übernachtens erhalten würden. Die Obdachlosen könnten das Bußgeld doch sowieso nicht bezahlen.
Herr Gösmann verwehrte sich gegen den Eindruck, dass die Polizei gleich Bußgelder verhängen würde. Im Zeitraum der genannten 11 Monate seien im Bereich des ZOBs 2278 Identitätsfeststellungen durchgeführt worden. Diese Feststellungen seien in 30 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gemündet. Diese beträfen Personen, die absolut appellresistent seien. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz werde daher beachtet.

Bezirksratsherr Dr. Hahn wollte wissen, ob die Personen, die am ZOB nächtigen auch durch Straftaten auffallen. Aus den Zahlen lasse sich entnehmen, dass die Polizei mit Augenmaß vorgehe. Allerdings habe er (Sprecher) kein Verständnis, dass Personen um drei Uhr morgens geweckt werden um ein Bußgeldbescheid zu erhalten.

Herr Teuber erklärte, dass die osteuropäischen Zuwanderer keine Arbeitserlaubnis erhalten würden. Alle staatlichen Leistungen und die Krankenversicherung hingen aber an dieser Arbeitserlaubnis. Diese Personen seien aber trotzdem hier und hielten sich irgendwie über Wasser. Für diese Personengruppe gebe es auch keine Unterkunft.
Bezirksratsfrau Konopinska meinte, dass ausschließlich Polizeibeamte der PI-Mitte diese Bußgelder verhängen würden, die Beamten der PI-Ost hingegen nicht. Es stelle sich die Frage, ob das Ermessen der Beamten dahin gehend geschult werden könne, dass die schlafenden Personen nicht mit einem Bußgeld belegt werden.

Herr Gösmann erwiderte, dass am Raschplatz vorrangig Anzeigen durch Beamte der PI-Mitte erstattet werden, einfach an den Zuständigbereich der PI-Mitte liege. Der Zuständigkeitsbereich der PI-Ost beginne am Weißekreuzplatz, wo sehr wohl Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben werden. Von den 30 Ordnungswidrigkeitenanzeigen seien nur 5 oder 6 wegen Lagerns oder Übernachtens geschrieben worden.

Bezirksratsfrau Eick hob hervor, dass die PI-Mitte eine hervorragende Arbeit leiste und sogar im Rahmen der Straßensozialarbeit tätig werde.
Im Rahmen des Runden Tisches zur Kriminalitätsprävention sei darauf hingewiesen worden, dass wieder vermehrt in die Straßensozialarbeit investiert werden müsse.

Herr Teuber führte aus, dass das Land Niedersachsen die Straßensozialarbeit zurückfahre. Die Stadt Hannover habe noch zwei Streetworker. Letztendlich sei dies eine politische Entscheidung.

Bezirksratsherr Engelke unterstrich, dass die Polizei eine gute, vernünftige Arbeit leiste. Es stelle die Frage nach dem Ermessensspielraum. Außerdem sei fraglich, was mit denjenigen Personen passiere, die nicht in Unterkünfte untergebracht werden können.
Herr Gösmann erklärte, dass bei der Ermessensausübung geprüft werde, ob man einschreite und wenn ja, wie. Es werden dann Anzeigen gegen den Verstoß gegen die Stadtsatzung gefertigt, wenn Personen, die mehrfach aufgefordert wurden, dort wegzugehen, diese Platzverweise ignorieren und durch ihr Verhalten in der konkreten Situation klarmachen, dass sie das nicht interessiert. Auch wenn eine Person für bestimmte Verhaltensweisen bekannt sei und eine Gefährdung von der Person ausgehe werden Platzverweise ausgesprochen.

Bezirksratsherr Albrecht bedankte sich für die gute Arbeit der Polizei und bei den Kollegen der Diakonie.
Es habe sich in der Diskussion gezeigt, dass die Polizei verhältnismäßig arbeitete. Dies werde auch durch die aufgeführten Zahlen belegt. Es sei richtig, dass die Kollegen der Polizei auch die Bestimmungen der Stadtsatzung durchsetzen.
Es gehe hier um sehr unterschiedliche Personengruppen, die im Bereich des ZOBs anzutreffen seien. Nicht alle mit Bußgeldern belegten Personen seien zum Kreis der Obdachlosen zu zählen.
Es stelle sich die Frage, wie groß die tatsächliche Gruppe der Wohnungslosen in diesem Bereich sei und ob diese Personen durch die Polizei zum eigenen Schutz aufgefordert werden, sich woanders hin zu begeben.

Herr Teuber antwortete, dass es insgesamt im Stadtgebiet ca. 300 Obdachlose gebe. Für den Bereich der Innenstadt seien es ca. 50 Obdachlose. Die Aufgabe Abwehr von Gefahren für Hilflose Personen habe die Abteilung Unterbringung des Amtes für Wohnungswesen übernommen.
Bezirksratsherr Sandow fragte, ob es im Zusammenhang mit dem Opportunitätsprinzip nicht sinnvoll sei, von einer Verhängung eines Bußgeldes abzusehen, solange man dem Betroffenen nicht sagen könne, wohin er gehen solle.

Herr Gösmann erläuterte, dass die Polizei auch zum Schutz der Personen einschreite. Die Polizei habe leider nicht die Möglichkeit, die Verwaltung heranzuziehen und die obdachlosen Personen unterzubringen. Es werde aber auch angeboten, bei der Polizei in Kurzzeitgewahrsam zu nächtigen.

Bezüglich der Ausübung des Ermessens sei es wichtig zu erfahren, ob die 5-7 Ordnungswidrigkeitenanzeigen tatsächlich an Obdachlose ausgestellt worden seien und ob diese beispielsweise in einer Woche ausgestellt worden seien, meinte Bezirksratsfrau Beimes. Herr Gösmann erwiderte, dass er nicht sagen könne, ob die Betroffenen tatsächlich ohne festen Wohnsitz gewesen seien. In dem Zeitraum von 11 Monaten seien ca. 460 zielgerichtete Kontrollen durchgeführt worden, wann die Ordnungswidrigkeitenanzeigen konkret geschrieben worden seien, könne nicht genannt werden.

TOP 4.
A N H Ö R U N G E N

TOP 4.1.
Bebauungsplan Nr. 1293, 2. Änderung - Andreas-Hermes-Platz,
Bebauungsplan der Innenentwicklung;
Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, Aufstellungsbeschluss

(Drucks. Nr. 2465/2008 mit 4 Anlagen)

Bezirksratsherr Dr. Hahn bemerkte, dass die CDU-Fraktion ihre Bedenken gegen den Bebauungsplan bereits ausführlich in der letzten Sitzung dargestellt habe. Diese Bedenken bestünden immer noch, daher werde die CDU-Fraktion den Antrag ablehnen.
Bezirksratsherr Gerberding schlug vor, die Drucksache formal zu behandeln.
Frau Fenske wies darauf hin, dass die Drucksache zu Punkt 1 und 2 ein Entscheidungsrecht des Bezirksrates darstelle und daher eine formale Behandlung nicht möglich sei.
Auf eine Frage von Bezirksratsfrau Eick erläuterte Herr Zunft die Planungsinhalte der Drucksache.

Nach kurzer Diskussion erklärte Herr Zunft, dass die Verwaltung hier auf die 8 Wochen-Frist verzichte. Wenn der Bezirksrat mit den Zielen der Planung nicht einverstanden sei, sei aber ein Änderungsantrag hilfreich. Dieser würde dann auch mit öffentlich ausgelegt werden. Herr Zunft bot an, am vorhandenen Stadtmodell den Bebauungsplan noch einmal zu erläutern.

Antrag,
  1. den allgemeinen Zielen und Zwecken der Planung
Ausweisung eines Sondergebietes für Büro- und Verwaltungsgebäude
und Bildungseinrichtungen
entsprechend der Anlagen 2 und 3 zuzustimmen

2. die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit durch Auslegung
in der Bauverwaltung auf die Dauer eines Monats zu beschließen

3. die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 1293, 2. Änderung, im beschleunigten
Verfahren nach § 13 a BauGB zu beschließen.


Auf Wunsch der SPD in die Fraktionen gezogen.

TOP 4.2.
Bebauungsplan Nr. 352, 2. Änderung - Große Packhofstraße,
Bebauungsplan der Innenentwicklung;
Erneuter Aufstellungsbeschluss und Auslegungsbeschluss

(Drucks. Nr. 2893/2008 mit 3 Anlagen)

Antrag,
  1. die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 352, 2. Änderung im beschleunigten Verfahren gemäß § 13 a BauGB zu beschließen,
  2. dem Entwurf des Bebauungsplanes mit Begründung zuzustimmen,
  3. die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB zu beschließen.

Auf Wunsch der SPD in die Fraktionen gezogen

TOP 5.
Bericht der Stadtbezirksmanagerin
Frau Göttler berichtete über eine Beschwerde einer Anwohnerin des Andreas-Hermes-Platzes vom 20. Oktober 2008. Seitens der Verwaltung habe es mehrere Ortstermine und Gespräche gegeben. Am 13. November sei es dann auf Einladung der
PI -Ost zu einem gemeinsamen Gespräch zwischen der Beschwerdeführerin, einem Vertreter des Jugendschutzes, einer Vertreterin der Straßensozialarbeit, der Servicegruppe Innenstadt, der Stadtbezirksmanagerin und VertreterInnen der PI Ost gekommen.
Vorranging sei es um die Sauberkeit des Platzes, des Brunnens, das laute Verhalten von sich dort aufhaltenden Personen in den Abend- und Nachtstunden, das in Teilen nicht ordnungsgerechte Verhalten dieser Personen und die Auswirkungen auf die Wohnbereiche und die Lebensqualität der AnwohnerInnen gegangen.
Folgende Maßnahmen seien vereinbart worden:
Die Polizei überprüft im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Zustände am Andreas-Hermes-Platz.
Die Verwaltung habe mittlerweile den Brunnen gereinigt und kontrolliere die regelmäßige Reinigung des Platzes, da selbige an eine Fremdfirma vergeben sei.
Die Vollzugsbeamten der Servicegruppe Innenstadt überwachen zusätzlich die Gesamtsituation am Andreas-Hermes-Platz. Eine etwaige Beleuchtung des Platzes werde derzeit verwaltungsintern geprüft.

TOP 6.
EIGENE MITTEL des Stadtbezirksrates

TOP 6.1.
Anträge der CDU-Fraktion

TOP 6.1.1.
Zuwendung an die Ganztagsgrundschule Kestnerstraße
(Drucks. Nr. 15-2886/2008)

Antrag
Es wird empfohlen zu beschließen:
Die Ganztagsgrundschule Kestnerstraße erhält eine Zuwendung in Höhe von bis
zu 650 € für die Finanzierung eines Schulprojekts.

Einstimmig

TOP 6.1.2.
Zuwendung an das UJZ-Glocksee e.V.
(Drucks. Nr. 15-2887/2008)

Bezirksratsherr Dr. Hahn wies darauf hin, dass ein weiterer Zuwendungsantrag in Höhe von 2000,- € auf der Tagesordnung stehe, in dem eine Abweichung von den Vergaberichtlinien beantragt werde. Die CDU-Fraktion unterstütze gerne den Schülerhort, aber mit der Übernahme des Kinderladens hätte das UJZ sich eine vernünftige Finanzierung im Vorfeld überlegen können und auch entsprechende Zuwendungen bei der Stadt beantragen. Es könne nicht nachvollzogen werden, warum der Bezirksrat die gesamte Grundsausstattung finanzieren solle und der Betrag von 1000,- € werde als angemessen angesehen.
Bezirksratsherr Haude erläuterte, dass für das UJZ Glocksee eine besondere Situation durch die Umstrukturierung und die Übernahme des Schülerhortes und des Kinderladens der Glockseestrolche bestehe. Daher sollte in diesem Einzelfalle von den Vergabekriterien abgewichen werden.

Antrag
Es wird empfohlen zu beschließen:
Das UJZ Glocksee erhält eine Zuwendung in Höhe von bis zu 1000 € für
pädagogische Materialien und Spielsachen, sobald der restliche fehlende Bedarf
durch andere Sponsoren abgedeckt wird.

5 Stimmen dafür, 9 Stimmen dagegen, 1 Enthaltung

TOP 6.2.
Anträge der SPD-Fraktion und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN


TOP 6.2.1.
Neujahrsempfang und Bürgerpreisverleihung 2009
(Drucks. Nr. 15-2492/2008)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Der Bezirksbürgermeister lädt im Namen des Stadtbezirksrates Mitte zur Bürgerpreisverleihung 2008 und zum Neujahrsempfang am 24. Januar 2009 ein. Des weiteren findet in diesem Rahmen die offizielle Verabschiedung von Frau Sonja Eick als bisherige Bezirksbürgermeisterin statt.

Hierfür werden aus Mitteln des Stadtbezirks bis zu 3.000 € zur Verfügung gestellt.

Eingeladen werden BürgerInnen und Bürger, VertreterInnen von Organisationen und Vereinen, VertreterInnen von Kindertagesstätten und Schulen aus dem Stadtbezirk Mitte.

Einstimmig

TOP 6.2.2.
Zuwendung Oncofée
(Drucks. Nr. 15-2825/2008)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Das hannoversche Krebsinformationszentrum Oncofée erhält aus Mitteln des Stadtbezirksrates Mitte der Landeshauptstadt Hannover eine Zuwendung in Höhe von 606,00 € für die Anschaffung von technischen Geräten.

zurückgezogen

TOP 6.2.3.
Zuwendung workshop hannover e.V.
(Drucks. Nr. 15-2826/2008)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Der workshop hannover e.V. erhält aus Mitteln des Stadtbezirksrates Mitte der Landeshauptstadt Hannover eine Zuwendung in Höhe von 900,00 € für die Anschaffung eines neuen Computers und eines Multifunktionsgeräts.

Einstimmig

TOP 6.2.4.
Zuwendung UJZ Glocksee e.V.
(Drucks. Nr. 15-2829/2008)

Bezirksratsherr Albrecht warnte davor, die Vergaberichtlinien einfach zu übergehen. Die Begründung dafür sei nicht hinreichend.
Die Einrichtung müsse sich im Vorfeld zu der Finanzierung Gedanken machen und nicht nur auf eine 100% Finanzierung aus öffentlichen Mitteln vertrauen.
Demnächst könnten dann die Vergaberichtlinien in den Papierkorb geworfen werden.
Bezirksratsherr Gerberding hob hervor, dass das UJZ Glocksee letztendlich nicht freiwillig die Trägerschaft für den Kinderladen und den Schülerhort übernommen habe. Die beiden vorherigen Träger seien in die Insolvenz gegangen und das UJZ habe in Absprache mit der Verwaltung dafür Sorge getragen, dass die wichtige Arbeit im Stadtteil fortgesetzt werden könne. Die Materialen, die das UJZ vorgefunden habe, seien schon sehr veraltert gewesen, daher sollte von den Vergaberichtlinien abgewichen werden.

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Der UJZ Glocksee e.V. erhält aus Mitteln des Stadtbezirksrates Mitte der Landeshauptstadt Hannover eine Zuwendung in Höhe von 2.000 €. Die Mittel sind für die Neuanschaffungen dringend benötigter Spielgeräte, Materialien und Musikinstrumente für den Kinderladen und Schülerhort gemäß der im Anhang des Antrag des UJZ Glocksee e.V. befindlichen Auflistung.

10 Stimmen dafür, 2 Stimmen dagegen, 4 Enthaltungen

TOP 6.2.5.
Zuwendung SSC Adlerhorst
(Drucks. Nr. 15-2830/2008)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Der SSC Adlerhorst v. 1965 e.V. erhält aus Mitteln des Stadtbezirksrates Mitte der Landeshauptstadt Hannover eine Zuwendung in Höhe von 4.500 € für die Sanitärarbeiten in den Vereinsräumen.

15 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 1 Enthaltung

TOP 6.2.6.
Zuwendung Markuskirchengemeinde
(Drucks. Nr. 15-2832/2008)

Bezirksratsherr Dr. Hahn führte aus, dass das Baumhaus in der Summe 25.000,- € kosten solle, was als relativ hohe Summe angesehen werde. Gleichwohl solle die Arbeit der Markuskirchengemeinde unterstützt werden. Daher habe die CDU-Fraktion im Bezirksrat Vahrenwald-List sowie die anderen Fraktionen eine Zuwendung aus öffentlichen Mitteln in Höhe von 4.000,- bereits beschlossen. Dies werde als ausreichende Hilfestellung angesehen und daher könne dem Antrag nicht zugestimmt werden. Bezirksratsherr Engelke hob hervor, dass er (Sprecher) lieber 6.500,- € für Kinder ausgebe, als 2.500,- € für irgendetwas anderes. Der Argumentation könne nicht gefolgt werden und der Antrag werde unterstützt.

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die ev.-luth. Markuskirchengemeinde Hannover erhält aus Mitteln des Stadtbezirksrates Mitte der Landeshauptstadt Hannover eine Zuwendung in Höhe von 2.500 €. für das Projekt „Baumhaus im Außengelände“.
Einem vorzeitigen Maßnahmebeginn wird zugestimmt. Die Auszahlung erfolgt auf der Basis der Vergaberichtlinien, insbesondere des Nachweises der Drittmittelfinanzierung.

11 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 5 Enthaltungen




TOP 6.2.7.
Zuwendung Rasselbande e.V.
(Drucks. Nr. 15-2867/2008)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Der Rasselbande e.V. erhält aus Mitteln des Stadtbezirksrates Mitte der Landeshauptstadt Hannover eine Zuwendung in Höhe von 945,00 € für die Anschaffung von Stühlen und Tischen für die Einrichtung.

Einstimmig

TOP 7.
A N T R Ä G E

TOP 7.1.
der CDU-Fraktion

TOP 7.1.1.
Einrichtung eines Fahrradhäuschens im Bereich der Holscherstraße
(Drucks. Nr. 15-2285/2008)

Antrag
Es wird empfohlen zu beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, welche Möglichkeiten es gibt im Bereich der Holscherstraße ein Fahrradhäuschen zu errichten.

15 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 1 Enthaltung

TOP 7.2.
der SPD-Fraktion

TOP 7.2.1.
Baumabbgrenzung Glockseestraße
(Drucks. Nr. 15-2824/2008)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover wird beauftragt, gegenüber der Glockseestr. 3 E für den Bereich der dortigen Baumscheibe entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um diesen vor ordnungswidrig abgestellten Kraftfahrzeugen zu schützen.

Einstimmig

TOP 7.3.
der SPD-Fraktion und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

TOP 7.3.1.
Fußgängerüberwege Operndreieck
(Drucks. Nr. 15-2241/2008)


Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, bei der Neugestaltung des Opernplatzes FußgängerInnenüberwege über die Georgstraße und Rathenaustraße in Höhe der Windmühlenstraße zu errichten. Gleiches gilt für die Kurve im Bereich Georgstraße/Ständehausstraße.

durch Drucks.Nr. 15-2241/2008 E1 erledigt!

TOP 7.3.1.1.
Fußgängerüberwege Operndreieck
(Drucks. Nr. 15-2241/2008 E1)

Stellvertretender Bezirksbürgermeister Nebendahl erläuterte den Antrag.
Bezirksratsherr Dr. Hahn meinte, dass der Argumentation gefolgt werden könne.

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover wird beauftragt, bei der Neugestaltung des Opernplatzes Querungshilfen für FußgängerInnen und RadfahrerInnen über die Georgstraße in Höhe der Windmühlenstraße und An der Börse in Höhe der Sophienstraße zu errichten.

15 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 1 Enthaltung

TOP 7.3.2.
Anhörung City GmbH
(Drucks. Nr. 15-2833/2008)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Der Stadtbezirksrat Mitte der Landeshauptstadt Hannover führt in seiner Sitzung im Januar 2009 eine Anhörung zum Thema Veranstaltungen in der Altstadt durch. Eingeladen werden soll hierzu die City GmbH, vertreten durch Herrn Achim Balkhoff, um über die 2009 geplanten Aktivitäten zu informieren.
Darüber hinaus wird die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover gebeten, im Anschluss an die Anhörung eine Information zum Sachstand der geplanten, bzw. angemeldeten Veranstaltungen in der Altstadt (Am Marstall, auf dem Ballhofplatz und auf dem Hans-Lilie-Platz) zu geben. Hierzu werden insbesondere die Fachbereich 52 und 23 um Auskunft gebeten.

Einstimmig

TOP 7.3.3.
Spielplatz Rosmarinhof
(Drucks. Nr. 15-2834/2008)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, auf dem Spielplatz Rosmarienhof ein neues Klettergerüst oder anderen adäquaten Ersatz für die weggefallene Klettermöglichkeiten aufzustellen.

Einstimmig


TOP 7.4.
der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

TOP 7.4.1.
Ampelanlage Friederikenplatz
(Drucks. Nr. 15-2868/2008)

Bezirksratsfrau Konopinska wies darauf hin, dass nicht ersichtlich sei, welche Stelle am Friederikenplatz gemeint sei. Daher werde der Antrag in die Fraktion gezogen. Bezirksratsherr Dr. Hahn regte an, den Antrag durch eine Skizze zu ergänzen, damit auch die Öffentlichkeit und die Verwaltung den Antrag nachvollziehen könne.

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, am Friederikenplatz eine zusätzliche Ampel für den Radverkehr zu schaffen, um es RadfahrerInnen, die auf dem beidseitigen Radweg des Leibnizufers (Landtags-Seite) auf den Friederikenplatz zufahren, zu ermöglichen, diesen zu überqueren und auf die südliche Seite des Friedrichwalls zu gelangen.

Auf Wunsch der CDU in die Fraktionen gezogen.

TOP 7.4.2.
Radweg Celler Straße
(Drucks. Nr. 15-2869/2008)

Stellvertretender Bezirksbürgermeister Nebendahl erinnerte an die Ausführungen von Herrn Niehoff aus der Einwohnerfragestunde und erklärte den Antrag.
Bezirksratsherr Dr. Hahn erwiderte, dass eine Verlegung des Radweges im Abschnitt der Brücke auf die Straße nur durch eine Verengung der Fahrbahn möglich sei. In Anbetracht der Verkehrsströme sei dieses jedoch nicht sinnvoll.

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, den Radweg entlang der Celler Straße vom Klagesmarkt bis zur Hamburger Allee zu erneuern bzw. teilweise auf die Straße zu verlegen.

12 Stimmen dafür, 4 Stimmen dagegen, 0 Enthaltungen

TOP 7.4.3.
Ampelschaltungen für FußgängerInnen optimieren
(Drucks. Nr. 15-2870/2008)

Bezirksratsherr Dr. Hahn vertrat die Meinung, dass es nicht an jeder Stelle in der Stadt, insbesondere bei dreispurigen Fahrbahnen möglich sein müsse, in einer Grünphase die Straße zu queren. Außerdem seien die Ampelanlagen komplett miteinander vernetzt, daher können die Ampelphasen nicht so einfach modifiziert werden.
Auf eine Nachfrage von Bezirksratsherrn Albrecht hinsichtlich der Berliner Alle /Schiffgraben erläuterte Stellvertretender Bezirksbürgermeister Nebendahl den Antrag.

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, die Ampelphasen der folgenden Ampelkreuzungen für FußgängerInnen dahingehend zu modifizieren, dass ein Überqueren der Fahrbahn auch mit normalem Gehtempo für alle BürgerInnen möglich ist:
- Berliner Allee / Schiffgraben in südlicher Richtung (westliche Seite)
- Königsworther Straße über Brühlstraße in nördlicher Richtung

12 Stimmen dafür, 2 Stimmen dagegen, 1 Enthaltung

TOP 7.4.4.
Weghinweise Eilenriede
(Drucks. Nr. 15-2871/2008)

Bezirksratsherr Engelke bemängelte, dass der Antragstext unverständlich sei.
Bezirksratsherr Haude führte aus, dass Wegweiser als Orientierungspunkte für Radfahrer gemeint seien.
Bezirksratsherr Albrecht schlug eine Neufassung des Antrages vor.

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, am Radweg in der Eilenriede parallel zur Hohenzollernstraße und Walderseestraße Hinweisschilder an zentralen Wegkreuzungen anzubringen, die anzeigen, wo sich die RadfahrerInnen gerade befinden.

Neufassung

TOP 7.4.4.1.
Weghinweise Eilenriede
(Drucks. Nr. 15-2871/2008 N1)

Antrag
Der Bezirksrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, am Radweg in der Eilenriede parallel zur Hohenzollernstraße und Walderseestraße Hinweisschilder Wegweiser an zentralen Wegkreuzungen anzubringen, die anzeigen, wo sich die RadfahrerInnen gerade befinden.

15 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 1 Enthaltung

TOP 8.
A N F R A G E N

TOP 8.1.
der SPD-Fraktion

TOP 8.1.1.
Boulebahn auf dem Ballhofplatz
(Drucks. Nr. 15-2822/2008)

In seiner Sitzung am 05.03.2008 hat der Stadtbezirksrat Mitte unter der Drucksache Nr. 15-0320/2008 die Einrichtung einer Boulebahn auf dem Ballhofplatz gefordert.

In der Zwischennachricht der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover vom 10.07.2008 wurde mitgeteilt, das die Einrichtung nicht durch Mittel aus dem HH-Ansatz der Integrativen Stadtteilarbeit gezahlt werden kann. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass die Xcity-medien GmbH als Finanzierungspartner hierfür zur Verfügung stehen würde.

Mittlerweile ist wieder Wintersaison und die Baumaßnahme wurde nicht umgesetzt.
Nach dem bisherigen Kenntnisstand ist eine Kostenübernahmeerklärung seitens der Xcity-medien erfolgt.

Wir fragen die Stadtverwaltung:

1. Wann ist mit der Umsetzung dieser Maßnahme zu rechnen? 2. Welche Einzelheiten haben zu der Verzögerung geführt?

3. Wie hoch sind die Gesamtkosten für die Baumaßnahme incl. der Nebenkosten für auf und Abbau und wie viel Mittel sind durch die Kostenübernahmeerklärung der Xcity-medien abgedeckt?

Frau Fenske beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Zu Frage 1:
Die Maßnahme soll im Frühjahr 2009, rechtzeitig vor Beginn der Freiluftsaison umgesetzt werden.

Zu Frage 2:
Der Verwaltung liegt bis zum heutigen Tage eine schriftliche Zusage bezüglich der Übernahme der Verkehrssicherungspflicht für die geplante Boulebahn nicht vor.
Außerdem ist noch kein Auftrag von der Xcity-Medien erteilt worden.

Zu Frage 3:
Die Baukosten belaufen sich auf 1710,00 €. Zusätzlich fallen einmalig 300,00 € für den Kauf von Gehwegplatten an, wenn eine Abdeckung der Fläche zur Weihnachtsmarktnutzung gewünscht wird.
Der Umbau der Fläche kostet jeweils 150,00 €, also 300,00 € im Jahr.
Eine Überarbeitung der Fläche ( Pflege ) während der Boulesaison würde je nach Aufwand 20,00 - 45,00 € kosten.
Zum besseren Verständnis eine beispielhafte Übersicht:

- Bau der Boulebahn im Frühjahr 1710,00 €
- etwaige Pflegedurchgänge in der Saison jeweils 20,00 - 45,00 €
- einmaliger Erwerb für Abdeckplatte 300,00 €
- Abdeckung der Fläche zum Winter 150,00 €
- Wiederherstellung der Boulebahn im Frühjahr 150,00 €

Eine Kostenübernahmeerklärung der Xcity-medien liegt bisher nicht vor.

TOP 8.1.2.
Baumaßnahme Leinerandweg und Schulhof Goetheplatz
(Drucks. Nr. 15-2823/2008)

Für das 3. Quartal des Jahres 2008 wurden die Baumaßnahme Leinerandweg zwischen Goethestraße und Franz-Mock-Weg, sowie der Umbau der Kinderspielfläche auf dem Schulhof der Grundschule Am Goetheplatz angekündigt.

Wir fragen die Stadtverwaltung:

1. Wann ist mit der Fertigstellung der Baumaßnahmen zu rechnen?


Frau Fenske beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Die Spielgeräte für die Grundschule Am Goetheplatz werden Mitte Februar geliefert und montiert. In Abhängigkeit von der Witterung wird die Baumaßnahme Ende Februar 2009 beendet werden können.

TOP 8.2.
der CDU-Fraktion

TOP 8.2.1.
Ententeich und andere Gewässer in der Eilenriede
(Drucks. Nr. 15-2884/2008)

Das HCC hat bis Ende 2007 seine Kühlung mit Maschseewasser betrieben und das Wasser nach dem Durchfließen der Wärmetauscher der Kälteanlagen über die sogenannte
Kühlwasserleitung in die Teiche in der Eilenriede eingeleitet. Diese Nutzung wurde eingestellt mit dem Bau eines neuen Kühlsystems. Nach Auskunft der Verwaltung wurde seit April kein Wasser mehr in die Teiche geleitet. Das führte durch den dadurch hervorgerufenen geringen Wasserstand in den Teicfien u.a. zu Geruchsbelästigungen im Sommer und zu einem Sauerstoftmangel im Wasser mit der Konsequenz, dass immer mehr tote Fische auf dem Wasser trieben. lnzwischen ist der Wasserstand so gering, dass auch jetzt immer wieder tote Fische in den Teichen treiben. Auch vom Zoo ist im nächsten Jahr nicht mit Wasser zu rechnen.
Jeder Privatmann hätte schon längst eine Anzeige wegen Tierquälerei bekommen.
Deshalb fragen wir die Verwaltung:
1.) Warum hat die Verwaltung bisher noch nichts gegen diese Situation unternommen?
2.) Wann werden die Teiche (speziell Ententeich) wieder ausreichend mit Wasser versorgt?
3.) Welche möglichen Beeinträchtigungen sind durch die geringere bzw. nicht mehr
stattfindende Wasserversorgung für die Fauna und Flora zu erwarten?

Frau Göttler beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Zu Frage 1.)
Das Ringgrabensystem (und damit der Ententeich) in der Vorderen Eilenriede wurde in der Vergangenheit aus dem Schiffgraben und einer Druckleitung des Zoos gespeist. Die Wassermengen aus dem Zoo gehen seit 2007 zurück, mit der Fertigstellung von Yukon-Bay in 2010 wird dann kein Wasser mehr abgegeben. Nach den geringen Niederschlägen in den Monaten September und November 2008 liefert auch der natürliche Zufluss aus dem Grabensystem wenig Wasser. Folgendes wurde und wird unternommen:

- Die Verwaltung hat sich seit Jahren in Verhandlungen mit dem Zoo um eine preiswerte und kontinuierliche Wasserversorgung bemüht; seit 2007 stellt der Zoo nur sehr unregelmäßig, seit 2008 nahezu kein Wasser mehr zur Verfügung.

- 2007 wurde das Einleitungswehr vom Schiffgraben in den Ringgraben erneuert, 2008 ein neues Rückstauwehr nördlich des Ententeiches gebaut.

- seit 2006 wurde alljährlich im Frühsommer unter fachlicher Leitung des Hannoverschen Fischerei-Vereins Elektrofischerei betrieben, um dem Fischsterben zuvorzukommen. Eine solche Maßnahme verlangt einen Mindestwasserstand im Ententeich, der im Herbst 2008 nicht mehr gegeben war.

- Die Verwaltung hat den Eilenriedebeirat als zuständiges Gremium ständig über die Wasserversorgung der Vorderen Eilenriede – auch anlässlich verschiedener Ortstermine – informiert.

- Die Verwaltung prüft derzeit mehrere Möglichkeiten einer zusätzlichen Wasserversorgung, z. B. ob die Wasserversorgung des Ententeiches durch standortnahes Grundwasser eine praktikable, preisgünstige und ökologisch verträgliche Option darstellt.

Zu Frage 2.)
Eine gesicherte Wasserversorgung der Teiche am Ringgraben kann derzeit nicht in Aussicht gestellt werden. Eine vom Zoo unabhängige künstliche zusätzliche Wasserversorgung kann erst ab 2010 gebaut werden.

Zu Frage 3.)
Das Verschwinden des Fischbestandes (insbesondere der Großfische Hecht, Karpfen, Schleie, Brasse, Plötze, Aal) ist bei der Fortdauer der derzeitigen Wasserknappheit unaufhaltsam.

Möglichweise werden auch die Bestände vorkommender Amphibien wie Erdkröte, Grasfrosch, Teichfrosch, Teichmolch, Bergmolch in ihren Individuenzahlen deutlich zurückgehen. Ob es im Spektrum der Pflanzen bei geringerer Wasserversorgung zu Veränderungen kommt, kann derzeit noch nicht beurteilt werden.

Bezirksratsherr Dr. Hahn fragte, warum die Wasserzufuhr des Zoos zurückgehe und was der Zoo mache, wenn Yukon-Bay fertig gestellt werde.

Frau Göttler antwortete, dass der Zoo bisher unregelmäßig Wasser aus dem Robbenbecken zur Verfügung gestellt habe. Seit Baubeginn von Yukon Bay baue sich der Zoo zu einem Selbstversorger aus, das hieße, der Zoo baue ein eigenes Brunnen- und Abwassersystem.
Bezirksratsfrau Holz unterstrich, dass es das Problem Wassermangel seit den 80er Jahren gebe. Der Grundwasserspiegel sei mit dem damaligen U-Bahnbau gesunken.
Seit diesem Zeitpunkt habe die Stadt mit dem Wasserzufluss in die Teiche gearbeitet.
Der Bezirksrat habe im Jahr 2004 eine Begeung der Eilenriede mit der Fachverwaltung durchgeführt und auf das Wasserproblem hingewiesen. Damals sei versprochen worden, über die Vorgänge in der Eilenriede den Bezirksrat zu informieren. Dies sei aber bis heute nicht geschehen.
Der Teich sei über 100 Jahre alt und bisher seien noch nie die Grundmauern der Brücke zu sehen gewesen. Seit diesem Frühjahr sei der Wassrstand rapide zurückgegangen und seit Herbst sterben dort die Fische. Jetzt seien auf Grund einer Anzeige die letzten 150 Fische in den Mittellandkanal umgesetzt worden.
Man könne den Eindruck erhalten, dass die Verwaltung beabsichtige, den Teich verkommen zu lassen, obwohl der Platz von Besuchern sehr gut angenommen werde.

Frau Göttler meinte, dass auf Grund der entsprechenden Anfragen der CDU-Fraktion der Bezirksrat über die Vorgänge in der Eilenriede informiert worden sei. Derzeit werde von der Verwaltung eine Schlammanalyse durchgeführt, damit der Ententeich entschlammt werden könne. Auch werde überprüft, ob Tonsoden in den Boden eingebracht werden können.

Der Bezirksrat werde weiterhin auf den laufenden gehalten.

Bezirksratsherr Albrecht fragte, ob das HCC auch Wasser an die Teiche abgegeben habe. Frau Göttler antwortete, dass das HCC, der Stadtpark und der Zoo bis vor einigen Jahren eine gemeinsame Wasserversorgung gehabt hätten. Das HCC und der Stadtpark haben jedoch jetzt ein eigenes, geschlossenes Wassersystem.

Bezirksratsherr Engelke gab zu Bedenken, dass einerseits gespart werden solle. Der Zoo und das HCC tun dieses jetzt und es werde kritisiert, dass sie nun kein Wasser mehr abgegben können.

TOP 8.2.2.
Unfallschwerpunkt Klagesmarktkreisel
(Drucks. Nr. 15-2885/2008)

Immer wieder kommt es zu konfliktträchtigen Situationen aufgrund der Spurführung
für KFZ und Radfahrer. Obwohl diese Situation der Verwattung bekannt ist und auch
nach Angaben der Polizei der Klagesmarktkreisel ein Unfallschwerpunkt ist, ist bisher
nichts passiert.
Deshalb fragen wir die Verwallung:
1.) Warum hat die Verwaltung in den vergangenen Jahren noch nichts
unternommen?
2.) Was unternimmt die Verwaltung zur Zeit um den Unfallschwerpunkt zu
entschärfen?
3.) Wenn zur Zeit noch nichts angedacht ist, wann und wie gedenkt die
Verwaltung sich dieses Problems anzunehmen?

Frau Fenske beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Der Klagesmarktkreisel stellt einen stark belasteten innerstädtischen Verkehrsknotenpunkt dar. Unfälle -auch Unfallhäufungen- in diesen Bereichen sind nicht gänzlich vermeidbar. Eine aktuelle Abfrage der polizeilichen Verkehrsunfallzahlen bestätigt eine erhöhte Anzahl von kreiseltypischen Unfällen (Auffahrunfälle und Fehler beim Abbiegen, also beim Ein- und Ausfahren). Insbesondere durch das zweispurige Ein- und Ausfahren sowie die nebenliegende Radwegführung und die installierten Fußgängerüberwege besteht ein zusätzliches Konfliktpotential.

Insgesamt sind die Unfallzahlen einem Knoten dieser Belastung gerade noch angemessen. Der Klagesmarktkreisel ist auch in der Unfallkommission der letzten Jahre nicht thematisiert worden. Eine Verbesserung der Situation ist allerdings auch von Seiten der Verwaltung wünschenswert.

Zur Erhöhung der Sicherheit für die Radfahrer wurde vor einigen Jahren die Radfurt in Rot markiert und mit zusätzlichen Piktogrammen versehen. Eine Änderung der Spurführung ist im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit nicht möglich.

Insgesamt könnte eine Entschärfung des Knotens nur durch einen vollständigen Umbau in eine signalisierte T-Kreuzung erfolgen. Eine diesbezügliche Planung wurde bereits begonnen. Ob und wann eine Umsetzung erfolgt, kann aufgrund der hohen Kosten und der angespannten Haushaltslage derzeit nicht gesagt werden.

Bezirksratherr Albrecht fragte, ob sich die Verwaltung trotz der relativ hohen Unfallzahlen sich bisher noch nicht ernsthaft über andere Planungen Gedanken gemacht habe. Der Umbau zur T-Kreuzung sei bereits im Bezirksrat vorgestellt worden und sollte auch schon umgesetzt sein.
Herr Zunft sagte, dass es 1996 einen Wettbewerb zum Klagesmarkt gegeben habe. Die Ergebnisse seien im Bezirksrat vorgestellt und leicht modifiziert umgesetzt worden.
Da der nördliche Teil des Klagesmarktes Richtung Nordstadt zum Fußgängerbereich bzw. Radfahrmagistrale umgebaut habe, brauche man den Kreisel nicht mehr. Da das Projekt jedoch 2-3 Million € umfasse, sei dieses Projekt in der Prioritätenliste immer wieder nach hinten geschoben worden. Eine Baubeginnsdrucksache habe es aber nicht gegeben.

Bezirksratsfrau Eick meinte, dass eine entsprechende Drucksache zum Beschluss vorgelegen habe, diese aber wieder zurück gezogen worden sei.
Der heutige Beschluss zu den Radwegen in der Celler Straße könne doch gleich mit in die Planungen zur T- Kreuzung einbezogen werden.
Bezirksratsherr Dr. Hahn bezog sich auf die Unfallzahlen aus dem Jahr 2007 und meinte, diese seien nicht mehr gerade tragbar. Es werde hier einen akuten Handlungsbedarf gesehen. Hier seien bestimmt auch kostengüntigere Alternativen als einen Umbau des Kreisels zur Senkung der Unfälle möglich.
Frau Fenske ergänzte, dass der Kreisel durch die regelmäßig tagende Unfallkommission, die aus Vertretern der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde bestehe, nicht problematisiert worden sei. Bei der bestehenden Belastung des Kreisels seien die Unfallzahlen noch als angemessen anzusehen.

TOP 8.3.
der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

TOP 8.3.1.
Verkehrssituation Ernst-August-Galerie
(Drucks. Nr. 15-2872/2008)

Im Zuge der Eröffnung der Ernts-August-Galerie kam es zu starken Veränderung der Verkehrsströme im Umfeld des neuen Einkaufszentrums. Durch das große FußgängerInnenaufkommen staut sich der Verkehr in diesem Bereich und die Taxen haben Schwierigkeiten, den Ernst-August-Platz zu verlassen.
Auch wenn sich die Verkehrsströme in diesem Bereich einige Zeit nach dem Eröffnungsrummel wieder etwas normalisieren sollten, so ist doch davon auszugehen, dass sich die Verkehrssituation in diesem Bereich nachhaltig verändert hat.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Wie beurteilt die Verwaltung die aktuelle Verkehrssituation im Umfeld der Ernst-August-Galerie?
2. Welche Maßnahmen sind angedacht, um der veränderten Verkehrssituation zu begegnen?

Frau Fenske beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Zu Frage 1:
Dem prognostizierten erhöhten Fußgängeraufkommen wurde durch Verbreiterung der Fußgängerfurten über die Lister Meile und Kurt-Schumacher-Straße Rechnung getragen.

Zu Frage 2:
Zur Steigerung der Verkehrsqualität im Bereich der Ernst-August-Galerie wurden die Lichtsignalzeiten dahingehend verändert, die Nachlaufzeiten der Freigabe vom Ernst-August-Platz im Vergleich zu den Fußgängerfreigaben zu verlängern. Somit haben die ausfahrenden Fahrzeuge aus dem Platz die Möglichkeit nach den Fußgängern in alle Richtungen auszufahren.

TOP 8.3.2.
Gleisrillen Thielenplatz und Steintor
(Drucks. Nr. 15-2875/2008)

Über den Thielenplatz führt eine Gleisverbindung der Straßenbahn von der Joachimstraße in die Prinzenstraße. Um die Gleisspuren klaffen in diesem Bereich sehr große Lücken, die gerade für RadfahrerInnen ein gefährliches Hindernis darstellen können. Nicht selten bleiben sie in diesen breiten Rillen hängen oder verlieren durch die große Unebenheit Gepäck. Eine vergleichbare Situation findet sich am Steintor im Bereich der Kreuzung Kurt-Schumacher-Str. / Goseriede.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Ist der Verwaltung die Problematik bekannt?
2. Was gedenkt die Verwaltung zu tun, um diese Gefahrenstellen für den Radverkehr zu beseitigen?

Die Anfrage wurde schriftlich beantwortet.
Die Anfrage wurde zuständigkeitshalber an die Infrastrukturgesellschaft zur Stellungnahme weitergeleitet. Die infra antwortete wie folgt:

Zu Frage 1 und 2:
Beide in der Drucksache angesprochen Stellen sind der infra bekannt und an beiden Stellen sollen noch vor Weihnachten Unterguss- und Eindeckungsschäden repariert werden.

Der Bereich Steintor bis Lange Laube wird im kommenden Jahr (2009) grunderneuert.

TOP 8.3.3.
Spielplatz Fundstraße
(Drucks. Nr. 15-2876/2008)

Anfang des Jahres 2008 hat der Spielplatz an der Fundstraße auf Drängen des Bezirksrates Mitte eine Umzäunung erhalten, um potentiellen Gefahrensituationen durch auf die Straße laufenden Kinder entgegenzuwirken und zu verhindern, dass Hunde auf den Spielplatz gehen.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Wie beurteilt die Verwaltung den Erfolg der Umzäunung und die aktuelle Situation des Spielplatzes?
2. Haben sich die von der Verwaltung zuvor erwarteten Verletzungsrisiken in Bezug auf die Nutzung des Tores durch Kinder bestätigt?

Frau Fenske beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Zu Frage 1:
Der Erfolg der Umzäunung (Gittermattenzaun) und der beiden eingebauten Tore (von Hand zu bedienende Gartentore) wird insgesamt positiv beurteilt. Anfänglich gab es die Situation, dass die Tore öfter offen gelassen wurden, was sich aber inzwischen durch die Sorgfalt der Nutzerinnen und Nutzer gebessert hat. Die Tore sind auch weniger reparaturanfällig als die an anderen Spielplätzen zum Teil verwendeten selbst schließenden Tore mit Öldruckfedern.

Die Verwendung von Gittermattenzäunen wird bereits seit einigen Jahren bei größeren Erneuerungen von Spielplätzen als Standard immer dann mit vorgesehen, wenn die zur Verfügung stehenden Mittel es erlauben. Die Verwendung von Toren ist jedoch immer im Einzelfall zu betrachten und von der Situation vor Ort abhängig, weil dadurch die Spielplätze auch weniger einladend wirken. Bei knappen Mitteln würde die Verwaltung deshalb die eigentliche Spielinhalte in den Mittelpunkt stellen.

Zu Frage 2:
Verletzungsrisiken durch Einklemmen sind bei fast jeder Art von Tür oder Tor gegeben und entstehen meistens unabsichtlich durch Unaufmerksamkeit beim Bedienen. Dieses Risiko ist bei den Toren am Spielplatz Fundstraße weiterhin vorhanden. Der Verwaltung sind jedoch keine Unfälle oder Verletzungen gemeldet worden, so dass zurzeit davon ausgegangen wird, dass die Erfahrungen für Eltern und Kinder mit den Toren auch in dieser Hinsicht positiv sind.

Bezirksratsfrau Eick fragte, wieviel teurer der Gittermattenzaun im Vergleich zu anderen Zäunen sei.
Frau Fenske sagte eine Protokollantwort zu.
Protokollantwort:
Eine genaue Höhe der Mehrkosten kann vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün nicht beziffert werden. Die Kosten hängen im Einzelfall von der jeweiligen Örtlichkeit ab, da Mattenfelder und Eckelemente des Zauns berechnet werden müssen.
Der Gittermattenzaun in der Fundstraße hat mit Ausbau des alten Zaunes und Einbau z.B. 4.500,- € gekostet.

TOP 8.3.4.
Schutzstreifen für den Radverkehr in der Osterstraße
(Drucks. Nr. 15-2877/2008)

Im Zuge der Aufwertung und Neugestaltung des Bereiches Osterstraße / Platz der Weltausstellung fiel der beidseitige Schutzstreifen für den Radverkehr von der Baringstraße bis zum Platz der Weltausstellung weg.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Welche Änderungen im Verkehrsaufkommen und in der Verkehrssituation haben die Verwaltung zum Weglassen dieser Schutzstreifen für den Radverkehr bewogen?

Die Anfrage wurde schriftlich beantwortet:.

Durch Veränderung der Profilaufteilung auf der Osterstraße für die einzelnen Verkehrsarten kann bei den aktuellen gemessenen Verkehrszählungen richtlinienverträglich auf einen Schutzstreifen für den Radverkehr verzichtet werden. Weiterhin sind die Nutzungsansprüche auf den Nebenanlagen in einer Geschäftsstraße sehr hoch und zur Anlage eines Schutzstreifens hätten die Gehwegbereiche eingeschränkt werden müssen.

TOP 8.3.5.
Reinigungsintervalle bei starkem Laubfall
(Drucks. Nr. 15-2878/2008)

Im Herbst bzw. mit einsetzendem Laubfall werden die Bürgersteige und Fahrradwege entlang von baumgesäumten Straßenzügen regelmäßig unkenntlich und im schlimmsten Fall (bei Nässe) zu gefährlich rutschigen Wegen. Oft werden zudem noch durch das Laub auf den Wegen liegende Glasscherben verdeckt.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Werden in den Monaten mit starkem Laubfall die Reinigungsintervalle der betroffenen Straßenzüge generell erhöht?
2. Gibt es Unterschiede in den Reinigungsintervallen von Straßen und den jeweils dazugehörigen Fuß- und Radwegen und wenn ja, wie sehen diese aus?
3. Wie hoch schätzt die Verwaltung die beschriebene Gefährdungslage bei den verschiedenen Verkehrsteilnehmern (mot. Individualverkehr, Radverkehr, FußgängerInnen) durch laubbedeckte Straßenoberflächen bei Nässe ein?

Die Anfrage wurde schriftlich beantwortet:
Die Anfrage wurde zur Beantwortung an den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) weitergeleitet.

Antwort von aha zu Fragen 1-3:
Zur Beseitigung des Herbstlaubes werden keine zusätzlichen Mitarbeiter eingesetzt. In der Herbstzeit werden die Reinigungsintervalle in verkehrswichtigen Straßen mit Baumbestand der aktuellen Situation angepasst. Diese Vorgehensweise belastet den Gebührenhaushalt nicht, ist der Situation angemessen und bietet eine sehr hohe Verkehrssicherheit.

Im so genannten City-Ring gibt es keine unterschiedlichen Reinigungsintervalle. Die Häufigkeit der Reinigung von Geh- und Radwegen richtet sich nach den zugehörigen Straßen. Außerhalb des City-Rings ist die Gehweg- und zum Teil auch die Radwegreinigung den Eigentümern der anliegenden Grundstücke übertragen.

Anmerkung:
- Auch bei einer Aufstockung der Mitarbeiter könnte die Beseitigung des Herbstlaubes in allen Straßen gleichzeitig nicht gewährleistet werden.

- Durch den permanenten Laubfall kann nicht ausgeschlossen werden, dass gerade in der Herbstzeit schnell der Eindruck einer nicht gefegten Straße entsteht.

TOP 8.3.6.
Parksituation Osterstraße
(Drucks. Nr. 15-2879/2008)

Im Bereich der neu gestalteten Osterstraße/Platz der Weltausstellung gibt es einige nicht eindeutig zugeordnete Flächen mit abgesenkten Bordsteinen und fehlenden Beschilderungen. Überwiegend werden diese Flächen zum parken benutzt, obwohl hier anders als bei den besonders gekennzeichneten Parkplätzen keine trennende Pflasterung und Beschilderung vorhanden ist. Als Beispiel sei die Fläche gegenüber der Osterstraße 24 auf der Seite von „Sportscheck“ genannt.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Welche Nutzung ist für diese Flächen vorgesehen?
2. Sollten diese Flächen nicht ihrer Bestimmung entsprechend gekennzeichnet werden?

Die Anfrage wurde schriftlich beantwortet:
Zu Frage 1:
Im Abschnitt zwischen der Windmühlenstraße und „Sport Scheck“ sind lediglich je Fahrbahnseite zwei Behindertenstellplätze ausgewiesen. Weitere Flächen auf den Nebenanlagen sind der Nutzung für Fahrradanlehnbügel, Motorradstellplätze oder Außengastronomie vorbehalten

Zu Frage 2:
Die Verwaltung wird eine missbräuchliche Parknutzung überprüfen und ggf. mit einer Kennzeichnung verhindern.

TOP 8.3.7.
Müllprobleme im Diskothekenumfeld
(Drucks. Nr. 15-2880/2008)

Im unmittelbaren Umfeld von diversen Diskotheken im Stadtbezirk Mitte entstehen regelmäßig an Wochenenden größere Ansammlungen von Müll. In viele benachbarte Hauseingänge wird uriniert, auf umliegenden Fuß- und Radwegen befinden sich Scherbenhaufen.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Welche Verpflichtung zur Säuberung bzw. Sauberhaltung der unmittelbaren Umgebung der jeweiligen Diskotheken haben die BetreiberInnen?
2. Welche Möglichkeiten haben Bürgerinnen und Bürger an Wochenenden und Feiertagen, eine Reinigung von genannten Flächen z.B. durch aha zu veranlassen?

Frau Göttler beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Die Anfrage wurde zur Beantwortung an den Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) weitergeleitet.

Antwort von aha zu Frage 1:
Nach der Straßenreinigungssatzung in der Landeshauptstadt Hannover werden die Reinigungspflichten für öffentliche Gehwege auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen. Dies gilt jedoch nicht für denn Innenstadtbereich. Hier wird die Reinigung durch den Zweckverband Abfallwirtschaft durchgeführt (§ 4a Abs. 1 der Straßenreinigungssatzung).
Es ist nicht möglich, die Betreiber zur Säuberung der Verunreinigungen im Umfeld der Diskotheken heranzuziehen.
Es verbleibt somit nur die Möglichkeit den Verursacher, sofern bekannt über die Straßenreinigungsverordnung heranzuziehen.

Antwort von aha zu Frage 2:
Die für die Innenstadtreinigung zuständige Betriebsstätte des Zweckverbands Abfallwirtschaft (aha) reinigt an den Wochenenden in der Zeit von 03.00 Uhr bis 10:45 Uhr und an den Feiertagen von 06:00 Uhr bis 11:00 Uhr auch die öffentlichen Straßen, Rad- und Gehwege im Diskothehenumfeld, sofern diese in die Reinigungszuständigkeit von aha fallen und die Zuständigkeit nicht den Eigentümern der anliegenden Grundstücke bzw. beauftragten Reinigungsunternehmen übertragen wurde.
aha hat die Reinigungsarbeiten innerhalb des Wochenenddienstes so gelegt, dass die Reinigung in der Regel nach der Schließung der Diskotheken erfolgt.(z.B. Kanal-, Scholvin-, Reitwall- und Reuterstraße).
Wenn es außerhalb des o.g. Bereiches am Wochenende zu Gefahrenstellen aufgrund von Verunreinigungen kommen sollte, so ist hier die Polizei zu verständigen. Die Polizei entscheidet vor Ort, ob es sich um eine Gefahrenlage handelt, die umgehend zu beseitigen ist. Die Polizei kann im Rahmen der Gefahrenabwehr den Notdienst von aha zur Reinigung beauftragen. Darüber hinaus kann die Polizei auch den Verursacher ermitteln.
Stellvertretender Bezirksbürgermeister Nebendahl fragte, wer die Straßen rund um das sog. Bredero-Hochhaus (incl. Bierbörse, Zaza etc) reinige.
Frau Göttler sagte hier eine Protokollantwort zu.

Protokollantwort:
Die angefragten Straßen sind in der Reinigungsklasse II eingeordnet. Gem. § 7 Abs.4 der Straßenreinigungssatzung der Landeshauptstadt Hannover erfolgt die Reinigung der Straße und der Gehwege in der Regel 2 mal wöchentlich.
Der zuständige Müllfahnder von aha wurde gebeten, die in diesem Bereich ansässigen Diskotheken noch einmal auf Ihre Reinigungspflichten anzusprechen.

TOP 8.3.8.
Auslastung der Fahrradbügel in der Osterstraße
(Drucks. Nr. 15-2881/2008)

In der Drucksache Nr. 15-2132/2008 S1 teilt die Verwaltung dem Bezirksrat Mitte mit, dass die Anzahl der Fahrradbügel in dem Bereich Platz der Weltausstellung / Osterstraße / Karmarschstraße im Zuge der Umbaumaßnahmen um 20% erhöht wurde. Auf die speziell genannten Schwerpunkte des Antrages (15-2132/2008) wurde nicht weiter eingegangen.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Wie hoch ist die Auslastung der Fahrradbügel (und sonstigen Möglichkeiten zum Abstellen von Fahrrädern) in den im Antrag genau benannten Stellen zu Spitzenzeiten?
2. Wo genau wurde die Anzahl der Fahrradbügel (um die genannten 20%) erhöht?

Die Anfrage wurde schriftlich beantwortet:
Die Anfrage erfordert eine örtliche Prüfung einschließlich Zählungen. Innerhalb der Frist zur Beantwortung der Anfrage ist leider keine Antwort möglich. Eine Antwort wird an den Bezirksrat weitergegeben, sobald ein Ergebnis der Zählungen vorliegt.

TOP 8.3.9.
Überweg Clausewitzstraße
(Drucks. Nr. 15-2882/2008)

Bei einem Unfall in der Clausewitzstraße ist eine Radfahrerin schwer verletzt worden. Diese wollte die stark befahrene Straße überqueren. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksrat Mitte forderte bereits im Mai 2008 eine Verbesserung der Situation und wies auf die Gefahrenlage deutlich hin. Ein entsprechender Antrag wurde im September vom Bezirksrat einstimmig angenommen.
Wir fragen die Verwaltung vor diesem Hintergrund:
1. Wie beurteilt die Verwaltung nach dem Unfall die Situation an der Clausewitzstraße?
2. Wann ist mit der Umsetzung des Antrags zur Schaffung einer FußgängerInnen- und Radverkehrsquerung in Höhe der Kleefelder Straße zu rechnen?

Frau Fenske beantwortete die Anfrage sinngemäß wie folgt:
Zu Frage 1:
Auch die Verwaltung bedauert den Unfall sehr. Als Sofortmaßnahme wurde kurzfristig eine Verbesserung der Sichtverhältnisse durch die Wegnahme von 3 Parkplätzen mit Abpollerung eingerichtet. Dieses führt zu einer besseren Bewältigung des Konfliktbereiches.

Zu Frage 2:
Gegenwärtig wird geprüft, wie die Querung über die Clausewitzstraße sicher gestaltet werden kann. Grundsätzlich denkbar sind ausreichend breite Aufstellflächen zwischen der Fahrbahn und dem Bahnkörper sowie eine Signalisierung. Danach wäre die Finanzierung sicherzustellen.

Bezirksratsherr Haude wies auf den beschossenen Antrag zur Clausewitzstraße hin und auch der ADFC habe heute die Clausewitzstraße thematisiert. Daher werde die Verwaltung gebeten, zeitnah eine Lösung zu finden.

TOP 9.
M I T T E I L U N G E N
Bezirksbürgermeister Folta berichtete über die gelungene Veranstaltung in der Thetaerwerkstatt für die Grundschulkinder und Kindergartenkinder, die der Bezirksrat durch eine beschlossene Zuwendung ermöglicht habe.

TOP 10.
Informationen über Bauvorhaben
Herr Zunft erläuterte anhand von Plänen den Neubau des Sportinternats des Olympiastützpunktes und den Neubau einer Sporthalle des Landessportbundes im Sportpark. Die vorhandene Sporthalle werde durch einen Baukörper ergänzt.
Die Baugenehmigung sei bereits erteilt worden und mit den ersten Baumaßnahmen werde bereits begonnen. Die Bauzeit betrage ca. 1,5 Jahre.

TOP 11.
Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung am 10.11.2008 - öffentlicher Teil -
13 Stimmen dafür, 0 Stimmen dagegen, 1 Enthaltung


Bezirksbürgermeister Folta schloss den öffentlichen Teil der Sitzung um 22.30 Uhr.


für die Niederschrift


Folta Fenske
Bezirksbürgermeister Bezirksratsbetreuerin






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